Ok, ich muss das einfach aufschreiben: Am Sonntag waren die Rolling Stones im Müngersdorfer Stadion. DIE STONES! In Köln! Und als Vorgruppe: BAP. Ich sag’s euch: Was für ein Konzert!

Erst der 10. Juni auf der Beueler Rheinwiese– und jetzt DAS, quasi um die Ecke. Köln ist von uns aus ja ungefähr eine dreiviertel Stunde weg, ungefähr 30 km. Und weil das mit dem Bus immer so lange dauert und nach dem Konzert eh nichts mehr fährt, fahre ich also mit meiner 50er Vespa nach Köln. Allein losgestartet, Helm auf, ab durch den Verkehr – die Hinfahrt war schon ein Abenteuer je näher ich der Domstadt kam. Die Vespa parken am Stadion, das war dann auch ein Abenteuer. Aber hey, ich war DA!
„Verdamp lang her“ – und das Stadion ging ab
Kurz zum Ablauf: Peter Maffay war auch noch im Vorprogramm (die Leute davor haben ihn angeblich ausgebuht, ich weiß es nur vom Hörensagen). Aber dann kamen BAP. Und zwar nicht irgendwo, sondern vor zigtausend Leuten im ausverkauften Stadion.
Und dann passierte das Ding: „Verdamp lang her“. Das ganze Stadion hat mitgesungen, lautstark, 40.000 Leute als kölscher Chor. Alle Texte singen sie mit. Im STADION? Vor den STONES? Unfassbar!
Und das Beste: Mick Jagger soll, als der ins Stadion kam und den Riesen-Lärm gehört hat, gefragt haben, was da los ist. „What the hell ist this?“ – so’n Ding wie „Was sind denn da für eine Band?“ Der Frontmann der größten Rockband der Welt wundert sich über BAP aus Köln. Ich lach immer noch.
Die Stones dann natürlich auch
Klar, danach kamen die Stones, und klar, die waren die Stones. Mick Jagger ist gerannt wie ein Verrückter, „It’s only Rock’n’Roll“ in Riesenbuchstaben, Keith Richards einfach unantastbar. Es war mein erstes Stadionkonzert überhaupt und ich war gut platt hinterher, verbrannt von der Sonne, heiser, fertig. Und ich würd’s sofort wieder machen.
Aber ehrlich – was ich nie vergesse, ist der Moment, als dieses Kölner Stadion bei „Verdamp lang her“ explodiert ist. Kölsch-Rock im eigenen Revier, vor den größten der Welt. Da bin ich stolz, einfach dabeigewesen zu sein.
Heimfahren mit der Vespa nachts über die Landstraße, durch’s Vorgebirge, Ohrwürmer im Kopf und Windzug um die Ohren – das war dann der schönste Ausklang, den es gibt.
Und es wird weiter gehen: Am 25. August spielt BAP auf der Loreley beim Rockpalast. Da fahre ich dann mit Schulfreunden hin.